Luchterhand Literaturverlag, München 2026
ISBN
9783630878737 Gebunden, 304 Seiten, 24,00
EUR
Klappentext
An einem kühlen Märztag 2020, zu Beginn der Pandemie, verkündet Belle Burdens Ehemann ohne Vorwarnung, dass er sie verlässt. Zwanzig Jahre sind sie verheiratet. Zuvor haben sie im Ferienhaus der Familie auf Martha's Vineyard einen ganz normalen Tag verbracht: Feuer im Kamin gemacht, Whiskey Sours getrunken, Hähnchen gegrillt. Plötzlich wird aus dem zuverlässigen Ehemann und Vater ein Mensch, den sie kaum wiedererkennt. Er verlässt ihr gemeinsames Leben wie ein Schauspieler, der sein Kostüm ablegt. Mit fünfzig bricht für Belle Burden eine Welt zusammen. Mitten im Schock und Schmerz der Trennung muss sie erfahren, wie naiv es war, ihrem Mann blind zu vertrauen. Kennt man den Menschen, den man liebt, wirklich? Während sie nach der Wahrheit sucht, erwächst in ihr eine beeindruckende innere Stärke. Aus der schüchternen, scheuen Belle, die sich in die Rolle einer traditionellen Ehefrau und Mutter wie selbstverständlich eingefunden hatte, wird eine Frau, die die Kontrolle über ihr Leben zurückgewinnt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.09.2026
Rezensentin Eva Sichelschmidt scheinen Strand und Sonne milde zu stimmen. Sogar Belle Burdens arg schlichte Ehegeschichte findet sie als Urlaubslektüre in Ordnung. Die 20 Jahre Ehe, die Burden hier nacherzählt, haben es laut Sichelschmidt allerdings in sich. Und erst das Ende, psychomäßige Verrohung des Gatten, unkorrekter Ehevertrag und Ehebruch inklusive. Wie Burden das alles schildert, als Anklage, ist nur leider nicht eben kunstvoll oder wortmächtig, gibt die Rezensentin zu. Da nützt es wenig, dass Burden aus der intrigenverwöhnten Vanderbilt-Dynastie stammt, stellt Sichelschmidt mit ein klein wenig Schadenfreude fest.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 24.08.2026
Rezensentin Anna Maria Mayr liest Belle Burdens Memoir über eine Trennung und den damit verbundenen Schmerz mit Verständnis dafür, dass auch millionenschwere, privilegierte Menschen Leid erfahren. Dass zumindest der finanzielle Teil des Leids verhältnismäßig harmlos war, was der New Yorker in einer Reportage aufschlüsselte, erklärt Mayr aber auch. Burden erzählt vom Kennenlernen und der Verlobung mit ihrem Mann James, lesen wir. Und davon, wie er sie später dazu brachte, den Ehevertrag zu ändern, was ihr dann nach einer sehr überraschenden Trennung zum Verhängnis wurde. Wie es ist, den eigenen Ehemann plötzlich nicht mehr zu kennen, schildert Burden nicht unbedingt dramaturgisch besonders geschickt, aber trotzdem beeindruckend mutig, findet die Kritikerin. Mayr glaubt allerdings, dass der wahre Schlüssel zum Erfolg dieses Buches darin liegt, dass es im Milieu der Superreichen spielt. Aber die Kritikerin hat lobende Worte: Mit "Klasse", Würde und ohne Bitternis zeigt die Autorin, wie man nach einer solchen Erfahrung wieder auf die Beine kommt.
Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Eva Menasse: Alleinruhelage Nach dem Ende der Ehe steht eine Frau mit ihrem Wochenendhaus plötzlich allein da. Hier hat sie einst mit der Familie die Idylle gesucht und will nun den Neuanfang wagen.… Ingo Schulze: Das Wasser im August Eingeladen zu einer Lesung aus seinem unfertigen Manuskript, fährt der Erzähler nach Mecklenburg. Eine Landschaft mit weitem Horizont und Wolken, die tief über die Seen ziehen.…