Aus dem Englischen von Andreas Nohl. Jerusalem 1119. Eine kleine Gruppe von Rittern sucht nach dem Ersten Kreuzzug nach einer neuen Aufgabe und gründet die "Arme Ritterschaft Christi und des salomonischen Tempels zu Jerusalem", um Jerusalem-Pilger zu beschützen. Schon bald beginnt ein wundersamer Aufstieg: Die neuartigen Kriegermönche werden zur militärischen Eliteeinheit, die für die Kreuzfahrerstaaten im Heiligen Land kämpft. Landgüter in Europa, horrende Lösegelder und Tribute sorgen für sprudelnde Einnahmen. Die "arme Ritterschaft" wird zum Bankhaus, von dem Kaufleute und Könige in Orient und Okzident abhängig sind. Doch der sagenhafte Reichtum weckt Begehrlichkeiten. Es beginnt die Zeit der Verfolgung.
Rezensent Otto Langels wundert nicht, dass die Templer zum Fantasieren anregen. Die Geschichte des Ordens, die Dan Jones in seinem Buch erzählt, bietet genug Stoff, meint er. Dass der Historiker Jones zwar einerseits mit pseudohistorischen Geschichten um die Templer aufräumt, wie Langels erkennt, andererseits aber durchaus gern Fakten mit Fantasie verschneidet, scheint für den Rezensenten in Ordnung, dient es doch der Spannung. Erfrischend und facettenreich, unterhaltsam und informativ findet Langels das Buch, lebendig die Historie, wie sie der Autor ausgehend vom 12. Jahrhundert schildert und umfangreich genug die Anmerkungen. Auf große Quellennachweise kann er da durchaus mal verzichten.
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