Es scheint zunächst ein Tag wie jeder andere zu sein - Menschen treffen sich in Cafés, freuen sich auf eine Verabredung, streiten miteinander. Ein kleines Mädchen hat eine unheilvolle Vorahnung. Als plötzlich eine Gewalttat geschieht, setzt sich eine Dynamik in Gang, die sich auf die Leben verschiedener Personen auswirkt. Ein lange abwesender Vater nähert sich seiner Tochter wieder an, eine andere junge Frau kommt unter mysteriösen Umständen zu Tode. Ein älteres schwules Paar findet aus einer Beziehungskrise heraus, und ein erfolgreicher Manager muss erkennen, dass er einen großen Fehler gemacht hat.Auf geheimnisvolle Weise scheint das Leben zahlreicher Menschen in der Stadt miteinander verflochten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 01.09.2026
Rezensent Stefan Michalzik ist positiv überrascht von diesem Debütroman der Lyrikerin Elke Cremer. Wie die Autorin 24 Stunden in einer fiktiven Stadt gekonnt episodisch darstellt, wirklichkeitsnah mit Referenzen zu Gegenwartsthemen wie Terror, Antisemitismus, Haifischkapitalismus und Online-Dating, und doch schweifend und mit einem leichten Ton, findet er überzeugend. Wie geht die Öffentlichkeit mit einem Amoklauf um? Was bedeuten Zeit und Zufall? Dass Cremer "konventionsfern" und doch nicht "überkandidelt" davon erzählt, gefällt Michalzik ausnehmend gut. Ein außergewöhnlicher Roman, findet er.
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