Wie soll man die Identität einer Stadt bestimmen, deren Markenzeichen das Geheimnis ist, fragt Andreas Ruby und findet die Antwort der österreichischen Künstlergruppe Gelatin ausgesprochen reizvoll. Für die diesjährige Biennale di Venezia ist das Quartett dem Mysterium der Lagunenstadt nachgegangen - auf den Grund gegangen wäre wohl treffender, denn mit Nellanutella gibt Gelatin eine Einführung in die Kunst des Stadtraumspringens: "Schönere Stürze als die, die hier dokumentiert sind, kann man sich kaum vorstellen", schwärmt Ruby über Fenster-, Gondel- und Brückensprünge ins trübe Nass der Kanäle von Venedig.
Caroline Wahl: 1999 Meter über dem Meer Der Selbstfindungstrip nach Bali? Samara hat niemanden gefunden. Die hippe Agentur in Berlin-Mitte? So öde wie irgendein anderer Job. Samara weiß, was sie alles nicht mehr… Valeria Gordeev: Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle Konstantin und Lada haben den Kontakt verloren. Während Konstantin in einem unterirdischen Forschungslabor festsitzt, das Lenins Leichnam konserviert, kämpft seine Schwester… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre…