Aus dem Französischen von Hansjürgen Wille und Barbara Klau. Der Roman einer amour fou, die einen Mann in einem Moment ergreift, als er sich bereits mit seinem Leben abgefunden hat.
Eigentlich wollte er ja mal pausieren, Franz Schuh, und nicht jede einzelne Publikation aus der Neuauflage der Simenonschen Werke "begeistert" rezensieren. Allein die Frage, wie sich die Spur des Lebens bei diesem Autor und in diesem Roman manifestiert, hat ihm doch keine Ruhe gelassen. "Artistisch", meint Schuh lakonisch und erklärt dann, was es damit auf sich hat: Erstens trete Simenon als Autor hinter das Weltmodell seiner Prosa zurück, und zweitens arbeite er mit einem "Stil ohne Eigenschaften", der allerdings gerade nicht die Eigenschaft besitze, eigenschaftslos zu sein. Der Rezensent bewundert eine "nüchterne, unauffällig konstruierte Alltagssprache, die perfekt von sich ablenkt" und das wundersame Resultat zeitigt, "dass sich im Leser die autoritativ gewollten Vorstellungen ungehindert und mit großer Deutlichkeit entwickeln können."
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