"Ich kenne ihn nicht, auch nach beinahe 25 Jahren kenne ich ihn nicht", denkt Ruth, als sie am Krankenbett ihres Mannes sitzt und Stoßgebete spricht. Dass er hier liegt, zwischen Leben und Tod, ist ihr Werk. Sie ist ausgeflippt, weil sie seine Untreue nicht länger ertragen konnte, die in den Siebzigerjahren so hoffnungsvoll begonnen hatte. War alles, was sie damals dachten, träumten und diskutierten, nur Illusion? "Das Buch Ruth" ist der Roman einer turbulenten Zeit, die literarisch lange unbeachtet blieb. Lakonisch, detailgenau und mit viel Sinn für Komik stellt Huizing die Konflikte einer Generation dar, die gegen Rüstung und Atomkraft aufbegehrte, ihre größten Erfolge und Enttäuschungen aber auf den Schlachtfeldern der Liebe erlebte.
Caroline Wahl: 1999 Meter über dem Meer Der Selbstfindungstrip nach Bali? Samara hat niemanden gefunden. Die hippe Agentur in Berlin-Mitte? So öde wie irgendein anderer Job. Samara weiß, was sie alles nicht mehr… Valeria Gordeev: Die Zikade entschlüpft ihrer goldglänzenden Hülle Konstantin und Lada haben den Kontakt verloren. Während Konstantin in einem unterirdischen Forschungslabor festsitzt, das Lenins Leichnam konserviert, kämpft seine Schwester… Dana Vowinckel: Anton und Alma Anton und Alma lernen sich bei einem Schüleraustausch in der Bretagne kennen. Jahre später treffen sie sich auf einer Party wieder. Beide kommen aus Berlin und studieren… Shida Bazyar: Die Lücken Heimesbach im Hunsrück ist ein fiktiver Ort, an dem sich neunzig Jahre deutscher Geschichte in die Mauern und Biografien eingenistet haben. Es ist eine Gemeinde, die ihre…