Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.05.2007
Helmut Mayer bejubelt die Ausgabe von Aufsätzen Roger Caillois' in neuer Übersetzung, weil darin, wie er schwärmt, ein beeindruckender und ungewöhnlicher Forscher, der Natur- und Kulturwissenschaft zusammenbringt, wieder zu entdecken ist. In den Aufsätzen des Bandes "Meduse & Cie", 1960 erstmals erschienen, untersucht der französische Autor vor allem Mimikry und Flügelzeichnung von Insekten und widerspricht dabei der darwinistischen Vorstellung, dass es sich bei den faszinierenden, farbenfrohen Zeichnungen um bloße Überlebenstricks der Natur handelt, teilt der Rezensent mit. Der französische Autor besteht stattdessen auf einem "spielerischen, zweckfreien Wirken" in der Natur, wodurch er die Brücke zur Kultur geschlagen sieht. Wie früh sich Caillois bereits mit diesem Thema beschäftigt hat, zeigen zwei Texte aus den 30er Jahren, die der Neuausgabe vorangestellt sind, erklärt der begeisterte Mayer.
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