Eine "nützliche Provokation" und eine wichtige Grundlage für weitere Forschungsprojekte nennt Frank Bajohr diese "chronique scandaleuse" über Arisierungen in Wien, in der die Autoren Tina Walzer und Stephan Templ mehr als 350 Fallbeispiele anführen. In aller Deutlichkeit machten die Autoren deutlich, dass die Enteignung jüdischen Eigentums auch ein gesellschaftlicher Prozess war, aus dem die "Wiener Freunderlwirtschaft" ihren Vorteil zog - auch nach dem Krieg. Einzig mehr Systematik und mehr Analyse hätte sich Bajohr gewünscht. Als historische Fundgrube sei das Buch aber unbestritten ein wichtiger Beitrag zur Aufarbeitung der NS-Verbrechen.
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