Aus dem Weißrussischen von Matthias Göritz, Martina Jakobson und Uljana Wolf. Mit 15 Federzeichnungen von Christian Thanhäuser.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 26.01.2021
Rezensentin Ilma Rakusa sieht die Poesie aus Osteuropa angesichts einer traumatischen Vergangenheit und ebenso verstörenden Gegenwart über sich hinauswachsen. Mit großer Sympathie liest sie auch die Gedichte der weißrussischen Lyrikerin Volha Hapeyeva, die aus einer dezidiert weiblichen Perspektive auf Politik und Geschichte blicke. Rakusa fühlt sich von Hapeyevas Gedichten an Swetlanas Alexijewitschs berühmten Gesprächsband "Der Krieg hat kein weibliches Gesicht" erinnert, etwa wenn Hapeyevas eine weibliche Dreifaltigkeit beschwört - "im namen der mutter der tochter und der heiligen geistin".
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